Das war´s

15. Juli 2011

Ich werde hier nicht mehr schreiben.

Der Grund ist, dass es einfach nichts zu schreiben gibt.

Das Leben ändert sich manchmal und dann steht man davor wie auf einem Wellenbrecher und läßt die Wellen einfach kommen und sich brechen.

 

Ich danke euch fürs Lesen und für viele nette Kommentare.

 

Macht es gut!

Kindersand

14. Mai 2011

Kindersand

Das Schönste für Kinder ist Sand.

Ihn gibt´s immer reichlich

Er rinnt unvergleichlich

Zärtlich durch die Hand.

Weil man seine Nase behält,

Wenn man auf ihn fällt,

Ist er so weich.

Kinderfinger fühlen,

Wenn sie in ihm wühlen,

Nichts und das Himmelreich.

Denn kein Kind lacht

Über gemahlene Macht.

Kinder weinen.

Narren warten.

Dumme wissen.

Kleine meinen.

Weise gehen in den Garten.

(Joachim Ringelnatz)

Wände

8. Mai 2011

Eine Wand um mein Herz herum. Aus Papier. Kein Backstein mehr.

Es fühlt sich gut an.

Luna

9. April 2011

„Göttin des Mondes und der Nacht.

Laut Mythologie erhellt sie die schönen Dinge der Dunkelheit. Man sagt, ihre Lieblingsbeschäftigung sei die Jagd und sie schütze die Schwachen und bekämpfe den arroganten Missbrauch der Macht.

Sanft, melancholisch, leidenschaftlich, kühl und feucht wie Tau solle sie sein. Einer alten Legende nach soll sich auf dem Mond all das befinden, was auf der Erde verschwendet und zerstört wurde. „

 

(aus: Kokolores – Autobiographie, Marianne Rosenberg)

 

Der Krieger erhebt sich

1. April 2011

Ganz ganz selten passiert es, dass ich mich auf mein Schaffell vor meinen Musikschrank setze und eine CD einwerfe, meinen Kopfhörer aufsetze, einen Block und Kugelschreiber neben mir und dann den kompletten Songtext notiere.

Heute habe ich es nach Jahren getan. Es gibt ein Lied, das ich zur Zeit immer wieder im Kopf habe. Ein Hip-Hop-Lied der Fantastischen Vier aus dem Album „Lauschgift“ von (ich glaube) 1995.

Wer mich kennt, der wundert sich jetzt bestimmt, denn diese Art von Musik gehört eigentlich nicht in mein Beuteschema. Um noch genauer zu werden: Es ist eine Art von Musik, die mich eigentlich immer wieder dazu bringt, den Sender zu wechseln oder auch die Lokalität, in die ich mich vielleicht aus Versehen verirrt habe.

Aber…. Aber!

Auch hier finden sich wahre Schätze.

Das eine, meine, das mich gerade auf meinem Weg begleitet, ist dieses hier (leider kann ich es nicht mehr über vodpod direkt einbetten, geht nix…..):

Fanta Vier – Krieger

Und hier kommt der Text:

der Krieger erwacht, er wurde über Nacht zum Krieger gemacht
macht sich bereit, hat sich gedacht
wir haben die längste Zeit mit Warten verbracht
Zeit mit Worten verbracht, es uns bequem gemacht
doch jetzt macht sich Zeitlosigkeit breit
der Schläfer erwacht und ist bereit
und befreit vom Raum lebt er in der Vision
durchschreitet seinen Traum in geheimer Mission
und er kämpft, um die anderen aus ihrem Traum zu wecken
weil er weiss, dass in ihnen viele kleine Krieger stecken
und dennoch sagt er nicht: „Komm mit mir!“
er fragt nach deinem Traum, fragt: „Warum bist du hier?“
er hat die Macht der Magie;  im Fluss der Zeit wird ihm klar
er nimmt mit allen seinen Sinnen seine Zukunft wahr
erweitert das Jetzt durch sein Bewußtsein und erfüllt vom Augenblick
geht er den nächsten Schritt und weiss: „Jetzt gibt es kein Zurück“
denn jetzt wacht er auf, doch sein Traum geht weiter, weil der Zauber wirkt
er wacht auf und sein Traum geht weiter, weil sein Zauber wirkt
er wacht auf, sein Traum geht noch weiter als der Zauber wirkt
er wacht auf und weiß es
er wacht auf aus dem Traum, den das Kollektiv träumt
hat mit seinen alten Vorstellungen endlich aufgeräumt
ersetzt die Isolation und setzt an ihre Stelle
die Vision, dass wir Eins sind,  auf einer Welle
denn das Leben ist ein Fluss, der fließen muß

lass ihn fließen
und der Krieger sagt entschieden: „Es wird Zeit, dich zu entschließen
wer du bist, wohin du gehst, auf welcher Seite du stehst
es wird Zeit, dass du verstehst, dass du am Rad der Zeit drehst“
wir führen einen Fight, die meisten tragen ihn im Stillen aus
nur das Ergebnis quillt aus ihnen heraus
und er kann es sehn, als Krieger fühlt er, es ist existent
jetzt, da er das Geheimnis kennt, spürt er im
Rhythmus den Zauber der Monotonie
und Energie wie noch nie, ersetzt die Theorie
und ihm wird klar: Harmonie bringt die Kraft
sein Traum wird wahr, er hat es geschafft

jetzt wacht er auf, doch sein Traum geht weiter, weil der Zauber wirkt
er wacht auf, doch sein Traum geht weiter, weil sein Zauber wirkt
er wacht auf, sein Traum geht noch weiter als der Zauber wirkt
er wacht auf
er wacht auf, doch sein Traum geht weiter, weil der Zauber wirkt
er wacht auf, doch sein Traum geht weiter, weil sein Zauber wirkt
er wacht auf, sein Traum geht viel weiter als der Zauber wirkt
er wacht auf und weiss es
der Zauber der Musik gibt auch dir die Kraft
geh den nächsten Schritt dann hast du´s geschafft
der Krieger zeigt dir ein stück freies Land, einen Platz
in deinem Kopf, den er fand und gibt dir seine Hand
die du berührst und du spürst, ihr seid Eins, es geschieht
ihr habt dieselbe Vision, jetzt siehst du, was er sieht
und ihr seht Krieger überall und alle sind dir bekannt
jedes Gesicht,  jede Geschichte ist mit dir verwandt
sie kämpfen für das Leben, Krieger sind deswegen hier
leben für den Traum und alle sind ein Teil von dir und geben dir
ein Gefühl wie ein Schild, du hast es lange vermisst
dass, so lange du kämpfst, du nicht alleine bist
tritt in den Kreis und mach wahr, was du weisst
und die Erkenntnis bringt die Kraft,  mit der du dich befreist
und dabei frei von Angst,  ganz gelöst
erlöst, was in dir döst
denn dann wachst du auf und dein Traum geht weiter, weil dein Zauber wirkt
du wachst auf, doch dein Traum geht weiter, weil der Zauber wirkt
du wachst auf, doch geht dein Traum weiter als der Zauber wirkt
wachst du auf und weißt es
du wachst auf und dein Traum geht weiter, weil der Zauber wirkt
du wachst auf und dein Traum geht weiter, weil der Zauber wirkt
du wachst auf doch geht dein Traum weiter als der Zauber wirkt
wachst du auf und weisst es!

Mein Weg…..

25. März 2011

Mein Weg führt mich seit Ende Februar in ein neues Leben. Ich mache eine Weiterbildung zum systemischen Coach. Was soll ich sagen? Es ist genau das, was ich immer machen wollte, machen sollte, jetzt endlich mache!

Ich bin so nahe bei mir, wie ich es noch nie war. Eine anstrengende, intensive Zeit und dennoch gut. Es fühlt sich einfach gut an.

Heute habe ich eine Erfahrung gemacht, die mich sicherlich noch sehr lange beschäftigen wird. Nach all dem, was in den letzten Wochen auf uns einprasselte, haben wir (6 wunderbare Frauen aller Couleur, meine Wenigkeit inkludiert) uns heute einen Tag außerhalb des Programms gegönnt.

Achtsamkeitstraining nach der buddhistischen Lehre.

Nur ein kleiner Einblick, nur ein kleines bisschen die Seele baumeln lassen, im Hier und Jetzt sein, die Sinne schärfen und einige Atemübungen und Sinnesübungen.

Ein wunderbarer Tag.

Am Ende dieses Tages ging es um aktives und achtsames Zuhören, ein wichtiger Bestandteil des Coachings und auch des Achtsamkeitstrainings.

Dieser Text war die Einleitung:

Wenn ich dich bitte, mir zuzuhören und du beginnst, mir Ratschläge zu geben, dann hast du nicht getan, worum ich dich gebeten habe.

Wenn ich dich bitte, mir zuzuhören und du fängst an, mir zu sagen, dass ich nicht so und so fühlen sollte, dann trampelst du auf meinen Gefühlen herum.

Wenn ich dich bitte, mir zuzuhören und du glaubst, du müsstest jetzt etwas unternehmen, um mein Problem zu lösen, dann machst du mich klein und schwach, so seltsam das auch klingt.

Hör mir zu!

Alles, worum ich dich bitte, ist, dass du mir zuhörst. Nichts sagst oder tust, nur zuhörst!

Ich kann alles für mich selber tun. Ich bin nicht hilflos und unfähig, bloß, weil ich krank bin oder Angst habe. Vielleicht mutlos und zaudernd, aber nicht hilflos.

Wenn du etwas tust, was ich selber kann und selber für mich tun müsste, dann trägst du zu meiner Unzulänglichkeit bei und vergrößerst meine Furcht.

Aber wenn du als simple Tatsache akzeptierst, dass ich fühle, was ich fühle – egal, wie unvernünftig das auch sein mag – dann kann ich aufhören, dich von der Richtigkeit meiner Gefühle überzeugen zu müssen und kann stattdessen versuchen, herauszufinden, was sich hinter meinen Gedanken und Gefühlen verbirgt.

Und wenn das klar ist, sind meine Antworten auf meine Fragen offensichtlich und  deutlich. Dann braucht es keinen Rat!

Bitte hör mir zu!

Und wenn du erzählen willst, warte eine Minute, dann bist du an der Reihe und ich werde dir zuhören.

Danach haben wir uns in Zweiergruppen zusammengefunden und haben erzählt bzw. zugehört. Mit dem Herzen, mit den Sinnen. Ich habe zugehört, mein Gegenüber hat erzählt.

Es war schwer, ein Thema zu finden. Mindestens 10-15 Minuten sollte der eine erzählen, der andere zuhören. So lange?

Und dann geschah Folgendes:

Mein Gegenüber begann zu erzählen. Erst Belangloses. Mit langen Pausen. Ich hörte zu. Schweigen war auszuhalten. Ich hörte nur zu. Und dann floss es. Hin und her. Bis der Weg gefunden war. Sie erzählte und erzählte und ich war bei ihr. Hörte zu, sah ihr in die Augen, sagte kein Wort, war einfach da. Es flossen Tränen. Es wurde emotional.

Und ich fühlte mich getröstet. Es ging mir gut. Wohlgemerkt: ich war der Zuhörer, nicht der Redner!!

Und dann machten wir eine Pause. Wir schauten auf die Uhr. Mehr als eine Stunde war vergangen. Ich begann zu erzählen. Sie schaute mich an, war ganz bei mir. Ich redete und redete. Viele Knoten lösten sich und ich konnte Dinge sehen und fühlen, die ich als „gar nicht mehr vorhanden“ oder „weit weg in den Keller gepackt“ oder „einfach nicht da“ gebrandmarkt hatte.

Ich habe selten so etwas Intensives und Unglaubliches erlebt.

Glaubt mir: ab heute höre ich wirklich zu. Achtsam.

 

Wie schön! Wie schön! wie schön!

10. Januar 2011

Oh man, ich sitze hier und heule. Heule Freudentränen und mein Herz hüpft auf und ab!

Ich bin erst seit 2 Tagen bei FB angemeldet und dann passiert das:

Eine Freundin meldet sich und schickt mir eine Mail.

Aber nicht irgendeine, sondern die eine, die ich seit so vielen Jahren suche, die ich schon für tot gehalten habe, die mir so sehr gefehlt hat in all den Jahren!

Wir haben uns noch nie gesehen, man glaubt es kaum! Und doch ist sie meine Seelenschwester, ein so wichtiger Mensch in meinem Leben gewesen über so viele Jahre!

Im Jahr 1984 reiste ich als Backpackerin mit meinem damaligen Freund nach Sri Lanka. Wir wohnten im Süden an der Küste in einem kleinen Guesthouse, viele Wochen lang. Der Ort hieß Ambalangoda und liegt direkt an der Küste. Wir lernten dort damals viele liebe Menschen kennen, besuchten die Schule, die Menschen in den Häusern, den Hütten, saßen mit ihnen abends und redeten.

Es war keineswegs ein Pauschalurlaub, wir lebten einfach so mit (ja ja, ausklingende Hippiezeit, mein Freund war 12 Jahre älter als ich). Ich lernte dort kochen und kann heute noch tolle Currys zaubern.

Ich habe damals so viel von dort mitgenommen, wollte eigentlich gar nicht mehr weg! Unter anderem nahm ich die Adresse von Sandiya mit. Sie war die Schwester eines Mannes, den wir dort sehr gut kennenlernten, der uns Land und Leute zeigte und so sehr weinte, als wir fuhren.

Sandiya suchte eine Brieffreundin, um Englisch zu üben.

Wir schrieben uns über viele Jahre, tauschten Fotos und erzählten uns von unseren so unterschiedlichen Leben. Dann kam der lange Bürgerkrieg, wir schrieben weiter. Ich weinte und lachte beim Lesen der Briefe.  Sie wurde verheiratet mit einem Mann, den sie nicht kannte. Sie bekam ihre erste Tochter. Ich schickte Pakete.

Sie ging nach Italien, musste ihre mittlerweile 2 Kinder in Sri Lanka lassen, arbeitete dort unter schlimmsten Bedingungen als Haushaltshilfe. Wir telefonierten. Ich weinte über ihre Briefe.

Wir teilten so viel! Und dann kam eine Zeit, wo meine Briefe wohl nicht mehr ankamen. Ein Brief aus Sri Lanka, dass sie zurück sei, dass sie sich melden würde, sobald sie wisse, wo sie letztendlich wohnen würde.

Ich heiratete, hatte einen anderen Namen, zog um. Schrieb an alte, mir noch bekannte Adressen. Nichts.

Dann kam der Tsunami.

Da ich wußte, dass sie wahrscheinlich in ihr Heimatdorf zurückgekehrt war, machte ich mir große Sorgen. Wie sollte ich Kontakt aufnehmen? Ich dachte schon daran, eine dieser blöden Shows anzuschreiben, denn es ließ mir keine Ruhe, nicht zu wissen, wo sie abgeblieben war.

Und heute bekomme ich eine Anfrage, klicke auf den Link und sehe ihr liebes Gesicht!

Wir schrieben uns hin und her und auch in Sri Lanka liefen Tränen.

Und nun hüpfen unsere beiden Herzen und hoffen, dass wir uns doch noch in diesem Leben irgendwann in die Arme schließen können!

Danke, FB!

Doch alles richtig gemacht…..

10. Januar 2011

Gestern abend kam LaLouche von ihrem Vater nach Hause.

Sie umarmte mich mit Tränen in den Augen und sagte: „Mamilein, ich bin dir ja dankbar für viele Sachen, aber das Beste, was du für mich je getan hast, ist, dass du mir diesen einen Papa ausgesucht hast!“

Na, dann habe ich ja doch alles richtig gemacht :-)

 

P.S. Er ist ja auch ein toller Papa!

Ich wünsche allen einen Guten Rutsch ins Jahr 2011

31. Dezember 2010

Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch ins Jahr 2011.

 

Für mich war das vergangene Jahr kein gutes, es war eher noch schlimmer als das Jahr davor.

Nun sitze ich das erste Mal da und habe Angst vor dem kommenden Jahr.

Da mir in letzter Zeit auch nichts Schönes, Positives und Besinnliches mehr einfällt, werde ich diesen Blog wohl fürs Erste ruhen lassen.

Wer weiss, vielleicht passiert ja bald wieder was Schönes und ich habe wieder etwas zu berichten.

Momentan geht alles daneben, nichts klappt, selbst die Suche nach Hilfe nicht.

Wenn ich an das vergangene Jahr denke, dann fallen mir einfach keine wirklich schönen Momente ein. Das kann daran liegen, dass einfach nichts wirklich Schönes passiert ist, vielleicht aber auch daran, dass bei mir nichts mehr ankommt, weil ich meine Lebenslust verloren habe.

Ich wünsche euch, dass ihr ein schönes Jahr 2011 vor euch habt, ich wünsche euch immer einen lieben Menschen neben euch, der euch liebt, der euch sagt „Wir schaffen das schon“, der euch nimmt, wie ihr seid.

Und eigentlich wünsche ich mir das auch, wenn ich auch so langsam nicht mehr daran glaube.

Na ja, es wird weitergehen.

 

 

Hier dann vielleicht auch irgendwann.

 

Ich muss dringend nach Madrid

28. Dezember 2010

…und mir Inspiration für eine Selbständigkeit holen :-)

So lese ich doch heute morgen in der Zeitung, dass in Madrid das erste

Kitzelstudio

eröffnet wurde. Dort werden Kunden nicht massiert, sondern durchgekitzelt. Es soll sich anschließend „ein starkes Gefühl von Vergnügen“ einstellen.

Das werde ich gleich mal mit LaLouche ausprobieren.

Nicht, ohne darauf hinzuweisen, dass sie woanders für diese Dienstleistung viel Geld bezahlen müsste :-)


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